Die Erotikmesse Venus (21.10.10 bis 24.10.10 in Berlin) bekommt Konkurrenz: Zeitgleich (20.10.10 bis 22.10.10 in Berlin) geht eine neue Fachmesse an den Start: eroFame – Trade Convention.
Die Venus ist ein Mix zwischen Fachhändlern und Endkunden, im Gegensatz dazu beschränkt sich die eroFame nur auf Fachhändler. Immer grössere Stände, explodierende Preise – sowohl für Aussteller als auch Besucher – und sinkende Umsätze in der Branche haben die Weichen gestellt, um einen Wandel einzuleiten. Schon jetzt haben große und bedeutende Unternehmen sich dazu entschlossen, die Venus zu meiden und lieber auf der eroFame auszustellen.
Auch haben so einige Unternehmen beschlossen, auf der diesjährigen Venus Fachmesse nicht mehr auszustellen. Darunter sind Firmen aus der Onlinebranche wie Fundorado und Partnercash (JoyFactor). Gerade JoyFactor hat im letzten Jahr noch den größten Stand auf der Venus belegt. Damit verliert die Venus zwei wichtige Aussteller und das bedeutet, weniger Shows und dementsprechend weniger für das Auge der Besucher.
Unternehmen wie Beate Uhse, Joydivision, Orion, pjur group oder auch ST Rubber werden in diesem Jahr nur auf der eroFame vertreten sein. Hier werden durch die Unternehmen die Fachhändler kostenlos zur Messe eingeladen. Endkunden sind hier nicht zugelassen, man bleibt lieber unter sich um die Geschäfte wieder anzukurbeln. Das macht auch Sinn, denn die Venus kann dem Ruf der Fachhandelsmesse nicht mehr gerecht werden. Einen Großteil der Besucher machen hier nun einmal die Endkunden aus, die mit Videokamera und Fotoapperat von einem Stand zum anderen hetzen um möglichst viel nackte Haut für das private Archiv zu sammeln.
Die Zeiten ändern sich und Peter Bübel, Veranstalter der Venus, fürchtet schon jetzt durch weniger Aussteller werde die Venus Berlin weniger Einnahmen haben und einen wirtschaftlichen Schaden erleiden.